Bläserkonzert 19.08.2005 

 

Ein monumentales Tongemälde

Viel Beifall im Residenzhof für den Musikverein St. Mang und die Kapelle aus Waltenhofen

Kempten (mr).
 "Das Wetter hält, ichhabe es so bestellt", sagte Wolfgang Fiedler, Chef des Musikvereins Sankt Mang, und schmunzelte. Gute Voraus- setzungen für das Gemeinschaftskonzert mit der Musikkapelle Waltenhofen im Innenhof der Kemptener Residenz. 400 Besucherwaren zu diesem Konzert gekommen und waren be- eindruckt. Reichlich Beifall spendete auch die stellvertretende ASM-Präsidentin Centa Theobald: Von der Rhythmik und Dynamik her hätten beide Kapellen bei diesem Bläserkonzert ein "hohes Niveau" bewiesen, meinte sie. Theobald genoss auch das "besondere Fluidum der historischen Kulisse", Axel Maucher, ein studierter Musiker, ist 

seit Anfang des Jahres in Sankt Mang ein engagierter und hingebungsvoller Dirigent. Mit "Tokyo Adventure" gelang ihm und seinen Schützlingen ein monumentales Tongemälde, das die japanische Hauptstadt in ihrer typischen Weise beschreibt: Von der majestätischen Atmosphäre des Hafens von Yokohama und der City-Hektik bis hin zu Ruhe und Frieden im Kannon- Tempel und einer Tee- Zeremonie mit den üblichen Koto-Klängen.
  Nach Peter Maffeys "Tabaluga" stellte die Sankt Mangerin Jennifer Krusch die "Zwins" (Zwillinge) vor. Das mit einem "Grandioso" endende Stück widmete sie dem Musikantenehepaar Petra und Peter Sattelmair, das vor sieben Wochen stolze Eltern von Zwillingen 

geworden war. Der Musikverein Waltenhofen, der nächstes Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert und neben seinem Vorsitzenden Josef Graf mit zwei routinierten Dirigenten (Lothar Geist und Wolfgang Böck) auftrat, ließ goldene Swing-Zeiten aufleben. Mit "The Best of Beatles" konnte sich auch die junge Ansagerin Stefanie Bredel identifizieren. Evergreens wie "Let it be" oder "Obla di Obla da", erfreuten das Publikum. Aber auch die Waltenhofener Kapelle vollendete ein um- fangreiches Tongemälde. Im Mittelpunkt stand der Schweizer Berg "Pilatus", auf dessen Gipfel Abenteurer einen schaurigen und meist erfolglosen Kampf gegen einen Drachen führten.

Ob die Posaunen der Musikkapelle Sankt Mang (links) oder die Waltenhofener Kapelle (rechts im Bild mit ihrem Dirigenten Wolfgang Böck): Sie alle trugen zum Gelingen des Gemeinschaftskonzerts im Innenhof der Residenz bei.

(Bericht Allgäuer Zeitung 24.08.2005)

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