| Waltenhofen l
az l Das Frühjahrskonzert beim Musikverein Waltenhofen zog rund 400
Musikfreunde an. Nicht nur die „Großen" spielten an diesem
Abend auf, auch die Jugendkapelle Niedersonthofener See zeigte unter
der Leitung von Willi Gast ihr Können.
Beim Wertungsstück „Spirit of
Music" von Fritz Neuböck zeigten die rund 80 Nachwuchsmusiker
zu Beginn ein sehr einfühlsames Spiel. Auch die schöne
Programmmusik „Serengeti" von John Higgins und ein Medley mit
Tina-Turner-Songs (arrangiert von Jan van Kaeydonk mit vielen
Tempiwechseln) gelangen hervorragend. Ebenso der heitere portugiesische Marsch „O
Vitinho" (Arrangement: Siegfried Rundel) und die fröhliche
Polka „Ferienlaune" von Peter Schad. Beim Marsch „Them
Basses" von G. H. Huffine hatten die vier Tubaspieler ihren
großen Auftritt, denn die Bässe übernahmen die Melodie. Beim „Summernight
Rock" ging es richtig zur Sache. Die enthusiastisch und
konzentriert spielende Kapelle erntete viel Beifall und von der
stellvertretenden ASM-Präsidentin Centa Theobald großes Lob („Ein
Aushängeschild für den ganzen Allgäu-Schwäbischen-Musikbund").
Nach dem Platzwechsel startete der
Musikverein mit schmetternden Trompeten
und Fanfarenklängen in „Intrada Festiva" von
Reinhard Summerer in den zweiten Teil
des Konzerts. Quirlig, temporeich mit grandiosen
Läufen bei den Flöten, Klarinetten und
Saxophonen wurde das Stück „Rood" dargeboten.
Fülliger Klang
Ebenso überzeugend
präsentierten die Waltenhofener die Sinfonia dall'Opera „Norma"
von Vincenzo Bellini und das Oberstufenstück „Three Aspects"
von Kurt Weill. Aber auch bei
Swing-, Pop-, Rock-und
Bigband-Stücken glänzte die Kapelle mit
herrlichem, fülligen Klang. Bei John Lennons „Imagine"
spielte Dirigent Willi Gast das
Flügelhorn-Solo. Ein weiteres Pop-Rock-Stück war die „Bohemian
Rhapsody" von Freddie Mercury mit einem feinen Saxophon-Intro
und klingenden Trompetensoli.
Weiter ging's im Bigband-Sound bei
„Beyond the Sea" („Findet Nemo"-Filmmusik. Zu später
Stunde gab es noch die Zugaben „ When you believe" und „Mir
sein die Kaiserjager". Hin und her gerissen zwischen eigenem
Spielen und Dirigieren waren die drei Dirigenten des Abend:
Begeistert spielten Wolfgang Bock (Trompete) und Lothar Geist
(Posaune), Willi Gast trat als Flügelhorn-Solist auf.
Zeitungsbericht Allgäuer Zeitung
30.04.08
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