Frühjahrskonzert 26.04.2008 

 

Seit vielen Jahren unermüdlich an Tuba, Trommel und Klarinette

Musikkapelle Langjährige Mitglieder bei Frühjahrskonzert in Waltenhofen geehrt

Waltenhofen |cc| Zur Ehrung aktiver Musiker beim Frühjahrskonzert kam eine große Abordnung des Allgäu -Schwäbischen-Musikbunds. Vize-Präsidentin Centa Theobald hielt die Laudatio und Hermann Hoch, Leiter des Bezirks I Kempten, überreichte die Auszeichnungen. Theobald hatte für die acht Spieler aus der Jugendkapelle Niedersonthofener See, die ihre Dl-und D2-Prüfungen abgelegt hatten, lobende und aufmunternde Worte parat. Bei Dl waren das Florian Leib, Marina Mair, Corinna Nigst, Tanja Ul-lemair und Lukas Wächter; bei D2 Juliana Hörburger, Susanne Lip-pok und Ulrike Zwick. Drei Musiker wurden für ihren unermüdlichen Einsatz über 40 Jahre geehrt. Angefangen hat Helmut Fichtweiler vor 40 Jahren mit dem Bariton, nach 18 Jahren wechselte er zur Tuba, die er heute noch spielt.

Zusätzlich hat er seine Liebe fürs Alphorn entdeckt und ist Chef der Waltenhofener Alphombläser. Josef Graf begann seine Musikerlaufbahn im Verein 1968 auf der Klarinette.

Zusätzlich begann er 1990 mit dem Alt-Saxophon. Seit 1998 ist er Vorsitzender des Vereins. Andreas Trunzer begann 1963 bei der Musikkapelle Memhölz mit Tenorhorn. Seit 1980 spielt er beim Schlagwerk die große Trommel, seit 1992 schlägt er diese in Waltenhofen. Das zur Tradition gewordene „Sau-Fest" hat er initiiert.

Bei der Ehrung für 60 Jahre aktives Spielen von Xaver Wegscheider (1931) erhoben sich die Mitglieder der Kapelle zu einem mehrere Minuten dauernden Applaus. Er ist seinem erlernten Instrument, der Trompete, immer treu geblieben. Er ist seit Jahrzehnten die tragende Säule des Bläserquartetts. Bei allen Um- und Ausbauten am alten und neuen Musikheim hatte Wegscheider die Planung und Bauleitung. 2004 wurde er als Aktiver zum ersten und einzigen Ehrenmitglied des Musik Vereins ernannt.


Seit 40 Jahren halten sie der Musikkapelle Waltenhofen die Treue (von links) Andreas Trunzer, Josef Graf, Helmut Fichtweiler

Xaver Wegscheider

 

Bericht Allgäuer Zeitung 10.05.08

Fröhliche Polkas und fetziger Pop

Blasmusik Musikverein Waltenhofen und Jugendkapelle Niedersonthofener See beeindrucken

Waltenhofen l az l Das Frühjahrskonzert beim Musikverein Waltenhofen zog rund 400 Musikfreunde an. Nicht nur die „Großen" spielten an diesem Abend auf, auch die Jugendkapelle Niedersonthofener See zeigte unter der Leitung von Willi Gast ihr Können.

Beim Wertungsstück „Spirit of Music" von Fritz Neuböck zeigten die rund 80 Nachwuchsmusiker zu Beginn ein sehr einfühlsames Spiel. Auch die schöne Programmmusik „Serengeti" von John Higgins und ein Medley mit Tina-Turner-Songs (arrangiert von Jan van Kaeydonk mit vielen Tempiwechseln) gelangen hervorragend. Ebenso der heitere portugiesische Marsch „O Vitinho" (Arrangement: Siegfried Rundel) und die fröhliche Polka „Ferienlaune" von Peter Schad. Beim Marsch „Them Basses" von G. H. Huffine hatten die vier Tubaspieler ihren großen Auftritt, denn die Bässe übernahmen die Melodie. Beim „Summernight Rock" ging es richtig zur Sache. Die enthusiastisch und konzentriert spielende Kapelle erntete viel Beifall und von der stellvertretenden ASM-Präsidentin Centa Theobald großes Lob („Ein Aushängeschild für den ganzen Allgäu-Schwäbischen-Musikbund").

Nach dem Platzwechsel startete der Musikverein mit schmetternden Trompeten und Fanfarenklängen in „Intrada Festiva" von Reinhard Summerer in den zweiten Teil des Konzerts. Quirlig, temporeich mit grandiosen Läufen bei den Flöten, Klarinetten und Saxophonen wurde das Stück „Rood" dargeboten.

Fülliger Klang

Ebenso überzeugend präsentierten die Waltenhofener die Sinfonia dall'Opera „Norma" von Vincenzo Bellini und das Oberstufenstück „Three Aspects" von Kurt Weill. Aber auch bei Swing-, Pop-, Rock-und Bigband-Stücken glänzte die Kapelle mit herrlichem, fülligen Klang. Bei John Lennons „Imagine" spielte Dirigent Willi Gast das Flügelhorn-Solo. Ein weiteres Pop-Rock-Stück war die „Bohemian Rhapsody" von Freddie Mercury mit einem feinen Saxophon-Intro und klingenden Trompetensoli.

Weiter ging's im Bigband-Sound bei „Beyond the Sea" („Findet Nemo"-Filmmusik. Zu später Stunde gab es noch die Zugaben „ When you believe" und „Mir sein die Kaiserjager". Hin und her gerissen zwischen eigenem Spielen und Dirigieren waren die drei Dirigenten des Abend: Begeistert spielten Wolfgang Bock (Trompete) und Lothar Geist (Posaune), Willi Gast trat als Flügelhorn-Solist auf.

Zeitungsbericht Allgäuer Zeitung 30.04.08

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