| VON
SILVIA REICH-RECLA___________
Waltenhofen Die
Gemeinde Waltenhofen soll eine Musikschule bekommen. Diesen
Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat Waltenhofen am Montagabend
nach ausführlicher Diskussion. Zuvor hatte Lothar Geist, Dirigent
des Musikvereins Waltenhofen und Initiator des Projekts, die Idee
ausführlich dargelegt.
Der 42-Jährige
möchte, dass der Nachwuchs gezielt und bestens gefördert wird und
das auf breiter musikalischer Ebene durch Lehrer mit Musikstudium.
Unterrichtsort soll die Volksschule Waltenhofen sein. Momentan gebe
es vier Musikvereine und eine Jugendkapelle im Gemeindegebiet und
„jeder pflegt sein Vereinsleben". Jetzt soll bei den
Jugendlichen ortsübergreifend zusammengearbeitet werden. Gelehrt
wird dann nicht mehr in den Vereinen, sondern an der Musikschule. |
Eine enge
Zusammenarbeit mit Kindergarten und Schule ist vorgesehen.
Zusätzlich soll ein Förderverein die Musikschule finanziell
stützen, die Gemeinde das restliche Defizit decken. Die Musikschule
soll als eingetragener Verein geführt werden. Geplant ist, auch
Sponsoren mit ins Boot zu holen, beispielsweise, um talentierten
Kindern aus wenig betuchten Familien das Erlernen eines Instruments
zu ermöglichen.
Auch Jugendchor
angeregt
Das Angebot soll
über das traditionelle Blaskapellen-Repertoire hinausgehen. Auch
Klavier, Gitarre, Cello oder Geige sollen angeboten werden. „Es
wäre auch super, wenn wir wieder einen Jugendchor hätten",
regte Geist an. |
Die Lehrer sollen als
Honorarkräfte wirken, ein Musikschulleiter eventuell in Teilzeit
angestellt werden. Die Musikschule wird als eingetragener Verein
geführt, beschloss der Gemeinderat.
Kämmerer Franz
Dreier wies daraufhin, dass die Gemeinde für rund 50 Waltenhofener
Kinder und Jugendliche, die an der städtischen Musikschule in
Kempten ein Instrument erlernen, Beiträge zahlen muss in Höhe von
derzeit 109 Euro pro Kopf und Jahr. Die Eltern zahlen noch einmal
einen monatlichen Beitrag. |