Zeitungsberichte Musikheimbau

 

31.03.2003 16.10.2004 30.11.2004

 

Zeitungsbericht 31.03.2003

Schwimmbad-Sanierung endgültig gestorben

Grund: zu hohe Kosten - Jetzt Proberaum für Musikverein

Waltenhofen (sb).

Jetzt ist es soweit: Das Waltenhofener Schulschwimmbad ist endgültig gestorben. Nach zweijährigen Überlegungen wird das Bad aus Kostengründen nicht saniert und einer anderen Nutzung zugeführt: Der Musikverein Waltenhofen soll hier einen Probenraum bekommen, wie der Waltenhofener Bauausschuss entschied.

  Zwei Jahre lang nahmen sich die Verantwortlichen, um über die Zukunft des maroden Schulschwimmbades zu entscheiden. Bereits bei der ersten Diskussion im Dezember 2001 erklärte Bürgermeister Robert Wegscheider: "Wir haben die 2,5 Millionen Mark nicht, daher kann ich die Verantwortung gegenüber den Bürgern nicht übernehmen". Im Juli 2002 war das Schulschwimmbecken erneut Thema im Gemeinderat. Damals hieß es, die Gemeinde müsse den Gürtel enger schnallen, die Entscheidung wurde auf 2003 verschoben. Und jetzt ist es endgültig: Das Schulschwimmbecken bleibt aus Kostengründen geschlossen.

  Denn die finanzielle Situation der Gemeinde habe sich nicht verbessert, für die Sanierungskosten müsste man einen Kredit von rund 1,3 Millionen Euro aufnehmen, stellten Kämmerer Franz Dreier und Bürgermeister Wegscheider fest, Gemeinderat Christian Sprinkart fragte an, ob es nicht doch noch einen Weg gibt, um dieses Bad retten zu können. Christian Kühnel plädierte für eine Ratsentscheidung. Mit deutlicher Mehrheit entschied sich das Gremium für eine Schließung und dafür, diese Räumlichkeiten einer anderen Nutzung zuzuführen -nämlich dem Musikverein Waltenhofen. Er will das Bad zu einem Probenraum umbauen.

  Arbeit und Kosten trägt der Musikverein, sodass der Bauausschuss nichts einzuwenden hatte. Die Abbrucharbeiten für den Beckenrandwulst übernimmt die Gemeinde. Musikvereins-Vorsitzender Josef Graf ist froh, das Gebäude nutzen zu können: "Es wird aber noch ein Jahr dauern, bis wir den Umbau erledigt haben." Der Proberaum im Stadel gegenüber dem Baustoffhandel Kleinlein, sei für Kapelle und Jugendgruppe zu klein.

(Bericht Allgäuer Zeitung 31.03.2003)

Seitenanfang  16.10.2004  Pressespiegel

Zeitungsbericht 16.10.2004
Im alten Schwimmbad regiert jetzt der Taktstock

Waltenhofen: Musiker krempeln für neues Domizil Ärmel hoch

 

Waltenhofen (sb). Ein lang gehegter Wunsch der Musikkapelle Waltenhofen geht in Erfüllung: Der Umbau des ehemaligen Schulschwimmbades zum Musikerheim ist fertig. Um ihren Traum er- füllen zu können, krempelten die Mitglieder die Arme hoch und leisteten ehrenamtlich über 6000 freiwillige Arbeitsstunden, so dass rund 60000 Euro eingespart wurden. Eingeweiht wird das Domizil am Samstag, 16. Oktober, mit einem Festakt für geladene Gäste. Tags darauf folgt ein "Tag der offenen Tür",

Über 30 Jahre konnte die rund 45 Mann starke Kapelle in einem ehemaligen Stall der Familie Linß in Rauns proben, berichtet Vor- sitzende. Josef Graf dankbar. Doch dieser Raum war auf Dauer zu klein. Als im Jahr 2002 endgültig feststand, dass das Hallenbad der Hauptschule Waltenhofen geschlossen wird, trat die Kapelle auf den Plan: Sie stellte den Antrag, die Räume zum Musikerheim umbauen u dürfen. Der Gemeinderat stimmte zu, unter der Auflage, dass keine finanziellen Leistungen zu erwarten seien.
  Bald begannen die Umbauarbeiten für den 3000 Quadratmeter großen Raum. Zunächst galt es, Deckenbretter zu de- montieren, die Lüftung umzubauen und die neue Elektroinstallation vorzubereiten. Ein Nebenraum und die Toiletten wurden abgebrochen

Bericht Allgäuer Zeitung 16.10.2004

und neue Wände errichtet. Den Schwimmbereich deckt eine Balkenkonstruktion ab, .die auf den gesamten Bodenbereich erweitert wurde. Weiter ging es mit der Verlegung eines hellen Holzfußbodens. Wände wurden eingezogen, um Räume für das Notenarchiv, Instrumente und einen zusätzlichen kleinen Proberaum zu schaffen.
  Den Umbau finanzierte die Musikkapelle überwiegend aus Eigenmitteln - nicht zu vergessen die 6000 freiwilligen Arbeitsstunden im Wert Von 60000 Euro. Etliche heimische Handwerker spendeten Material, zudem gab es einen Zuschuss aus dem Kulturfonds des Freistaates.

Sonntag, 17. Oktober, 13 bis 17 Uhr: Tag der offenen Tür im neuen Musikerheim mit der Jugendkapelle Niedersonthofener See und einer Dia-Show.


Beim Umbau des früheren Schulschwimmbades zum Waltenhofener Musikerheim packten die Mitglieder kräftig mit an.

31.03.2003  Seitenanfang  30.11.2004  Pressespiegel

 

Zeitungsbericht 30.11.2004

Einst ein Schwimmbad, jetzt Probe-Raum für Musiker

Musikverein Waltenhofen feiert den Abschluss des Umbaus

Waltenhofen (sb).
 Wo vor zwei Jahren die Schulkinder im Gemeinde eigenen Schwimmbad an der Grund- und Hauptschule in Waltenhofen das Schwimmen lernten, hat nach umfangreichen Umbauarbeiten der Musikverein eine neue Bleibe bekommen. "Es dürfte in Bayern einmalig sein, dass ein Bad einem anderen Zweck zugeführt wird", resümierte Bürgermeister Robert Wegscheider anlässlich eines Festabends zur Einweihung des neuen Musiker-Proberaums im ehemaligen Schulschwimmbad.

Ende des Jahres 2002 hatte der Gemeinde- rat darüber zu entscheiden, wie es mit dem Schulschwimmbad weiter gehen soll. Eine dringende Sanierung stand bevor, die rund eine Million Euro kosten sollte. Nach ausgiebigen Diskussionen fasste der Gemeinderat

 

Waltenhofens Musikvereins-Vorstand Josef Graf (links) überreichte der tragenden Säule des Projekts, Xaver Wegscheider (rechts), die, Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied. In der Mitte dahinter Moderator Christoph Besler.

den einstimmigen Beschluss, das Bad einer anderen Nutzung zuzuführen.
  Postwendend bewarben sich die Musiker darum, das Bad in eigener Regie umbauen zu dürfen. Gesagt, getan. Nach über einem Jahr Bauzeit mit rund 6000 unentgeldlichen Arbeitsstunden, zahlreichen Spenden durch die heimische Geschäftswelt und finanziellen Kraftanstrengungen des Musikvereins wur- den die Räume bei einem Festabend gesegnet und ein Kreuz geweiht.
  Der Musikvereinsvorsitzende Josef Graf zeigte sich stolz auf seine Musiker und die
Freunde der Blasmusik, die diesen Kraftakt vollendet hätten. Er dankte der Gemeinde für die Zustimmung zum Umbau, den Mitgliedern und vielen Gönnern. Zugleich erwähnte er, dass der Verein trotz der 6000 Stunden Eigenleistung noch 30000 Euro Eigenkapital einsetzen musste. "Dankenswerter Weise be- kamen wir vom Kulturfonds Bayern einen Zuschuss", betonte Graf.

Bereicherung für die Gemeinschaft

Die ökumenische kirchliche Weihe vollzogen die beiden Pfarrer Roland Buchenberg und Heinz Funk. Sie bezeichneten den Um- bau als Bereicherung für die Gemeinschaft. Bürgermeister Robert Wegscheider gratulierte den Musikern zu ihrem Einsatz: "Hier ist ein Schmuckstück in der Gemeinde entstanden." Josef Allgayer vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund gratulierte und stellte zugleich fest, dass nun auch die Jugendkapelle mit ihren 60 Musikern eine Bleibe gefunden hätten.
  Eine besondere Ehre wurde dem ehemaligen Bauhofleiter der Gemeinde, Xaver Wegscheider, zu teil. Er war der Dreh- und Angelpunkt in der Planung, beim Bau und bei der Fertigstellung. Über 1000 Stunden arbeitete er an dem Projekt und wurde nun zum Ehrenmitglied ernannt. Er selbst sagte meinte schlicht: "Mir hat es Spaß gemacht."

Bericht Allgäuer Zeitung 30.11.2004

16.10.2004  Seitenanfang Pressespiegel

Musikheim  Bilder vom Umbau  Bilder Festakt